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Marian Keyes: Erdbeermond

Ein frecher Frauenroman mit Tiefgang für alle, die das Leben in seinen Höhen und Tiefen mögen.

Keyes, Marian:
Erdbeermond : Roman / Marian Keyes. – Vollst. dt. Taschenbuchausg. – München : Heyne, 2007. – 557 S. ; 19 cm. – (Heyne ; 40501)
Aus dem Engl. übers.
ISBN 978-3-453-40501-1 kt. : 8,95 EUR

Anna hat einen schweren Schicksalsschlag erlitten. Daheim in Dublin lässt sie sich von ihrer liebevoll-verrückten Familie pflegen. Die Familie Walsh ist den Lesern von Marian Keyes bereits bestens aus den Romanen “Rachel im Wunderland” und “Auszeit für Engel” bekannt.

Nach und nach kommen Anna die schrecklichen Ereignisse wieder in Erinnerung, die sie doch so gut zu verdrängen versucht hat: Zusammen mit ihrem Mann Aidan saß sie in New York in einem Taxi, als ein anderer Autofahrer, der die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, dieses “rammte”. Anna erlitt schwere Verletzungen, doch für ihren geliebten Aidan kam jede Hilfe zu spät – er überlebte diesen Unfall nicht.

Ganz nah und mitfühlend nimmt man Anteil am Leiden der eigentlich so lebenslustigen Frau. Wer jetzt aber einen schnulzigen Trauerroman erwartet, wird enttäuscht. Anna erkennt: So kann es nicht weitergehen! Vorsichtig tastet sie sich wieder an ihr altes Leben in New York heran. Alles nicht so einfach. Wie auch, wenn man im zickigen Berufsalltag einer PR-Firma bestehen soll – was eine Gesichtsentstellung nicht gerade erleichtert. Wie soll man sich auch mit seiner besten Freundin austauschen, wenn diese nur noch Augen für einen Supermacho hat? Wie soll man in seiner Leidensphase Kontakt zum verstorbenen Ehemann aufnehmen, wenn nebenan der Altdamengesangsverein probt? Wie mit einer Schwester zurechtkommen, die nur noch spannende und im Übrigen auch für die Leserinnen und vielleicht auch Leser sehr erheiternde Kurzgeschichten per E-Mail schickt und darin erzählt, wie sie sich als Privatdetektivin für einen Gangsterboss versucht?

Als Anna dann noch von der Existenz eines unehelichen Kindes ihres Mannes erfährt, reagiert sie erst schockiert. Doch langsam erkennt sie, dass das kleine Wesen ein Teil ihres verstorbenen Aidan ist. Dieses und ihr Umfeld helfen ihr, das Leben wieder “in die Hand zu nehmen” und positiv in die Zukunft zu blicken.

Ein frecher Frauenroman mit Tiefgang für alle, die das Leben in seinen Höhen und Tiefen mögen.

P.S.: Taschentücher bereithalten – nicht nur für die traurigen Momente!

Sonja Roth, Praktikantin mD

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