Bibliothek und Schule

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 „Mehr lesen – mehr verstehen“ – ein Projekt

Dem Aufbau von Lesemotivation bei Kindern und Jugendlichen – diese zu fördern ist gemeinsames Ziel von Schulen und öffentlichen Bibliotheken – dient das Projekt „Mehr lesen – mehr verstehen“, erarbeitet vom isb = Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung, München (www.isb.bayern.de). Begleitend erfolgt, in Zusammenarbeit mit der Landesfachstelle, Außenstelle Nürnberg, die Herausgabe von Leselisten für die Jahrgangsstufen zwei bis sieben aller bayerischen Schulen.

„Mehr lesen – mehr verstehen“ – das Konzept

Die zunehmende Zusammenarbeit öffentlicher Bibliotheken mit den Schulen dokumentiert das im Frühjahr 2006 vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gestiftete Gütesiegel für öffentliche Bibliotheken, das in besonderer Weise die schulische Leseerziehung unterstützen soll. Ein weiterer Schritt auf dem Wege der gemeinsamen Arbeit an der Förderung der Lesemotivation von Kindern und Jugendlichen ist das Projekt zur Leseförderung „Mehr lesen – mehr verstehen“ an Bayerns Schulen.

Zu Beginn des Schuljahres 2007/2008 stellte das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus in Zusammenarbeit mit der Landesfachstelle das Konzept auf einer Pressekonferenz in München vor, das sich allerdings erst im Laufe des Schuljahres verwirklichen ließ. Der Sinn dieses Projektes ist, der nachlassenden Leselust von Kindern und Jugendlichen entgegenzuwirken und das Lesen wieder stärker zu fördern.

Dieses Konzept richtet sich an die Jahrgangsstufen zwei bis sieben aller bayerischen Schulen und beabsichtigt, die Schülerinnen und Schüler wieder mehr zum Lesen zu motivieren. Gleichzeitig soll die Leseschwäche bestimmter Schülergruppen, wie zum Beispiel von Jungen, Schülern mit Migrationshintergrund, Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen Milieus, reduziert werden.

Die wesentlichen Merkmale lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Quantitativer Ansatz: Die Schüler der Jahrgangsstufen 2 mit 4 der Grundschule und der Jahrgangsstufen 5 mit 7 der weiterführenden Schulen lesen über die verpflichtende Schullektüre hinaus eine innerhalb der Schule abgestimmte Anzahl von Ganzschriften.
  • Leseförderung als fächerübergreifende Aufgabe: Mehrere Fachschaften einer Schule beteiligen sich an der Leseförderung und arbeiten dabei eng zusammen.
  • Einbeziehung von Sachbüchern: Der Sachbuchsektor für Kinder und Jugendliche wird gezielt in den Leseprozess einbezogen, um insbesondere die Lesemotivation der Jungen zu erhöhen.
  • Individuelle Schwerpunktsetzung: Die alle Fächer umfassende Breite des Lektüreangebots berücksichtigt die individuelle Interessensstruktur der Schüler.
  • Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern: Die Durchführung des Konzepts erfolgt mit Partnern aus dem Bibliotheks-, Buchhandels-, Verlags- und Zeitungsbereich, da die Leseförderung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe darstellt.
  • Einbindung der Eltern: Die Eltern erhalten von den Lehrkräften knappe, auch für die Beschaffung von Geschenken (Weihnachten, Ostern, Geburtstag) geeignete Empfehlungslisten von Literatur für alle Fächer. Darüber hinaus werden sie informiert, wo man sich über das Angebot des Buchmarkts Auskunft holen kann.

Barbara Delcker-Wirth


  Leseforum Bayern
  Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung, München
  Konzepte „Mehr lesen – mehr verstehen“ (PDF)
  Leseliste: Jgst. 2-4 (PDF)
  Leseliste: Jgst. 5-7 (PDF)

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