Drei neue Bausteine der Leseförderung

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Stadtbibliothek Nürnberg:
Lesen macht aus halben Portionen ganze Persönlichkeiten

Cover der Broschüre „Tipps zum Lesen mit Kindern“ (Foto: DIFOG-Gruppe des CCN 50+, Fotogruppe des Seniorenclubs, Stadtbibliothek Nürnberg)

In den letzten Wochen hat die Stadtbibliothek an alle Kindertagesstätten Nürnbergs die Leselatte verteilt. Kindertagesstätten mit hohem Anteil türkischsprachiger Kinder erhielten auch ein türkisches Exemplar. Die Leselatte bietet Informationen, was Kinder im Alter von ca. 0 – 10 Jahren mit Büchern anfangen und erleben können. Die Leselatte ist eine Messlatte mit Zentimeterangaben für Kinder im Alter bis ca. zehn Jahren. Zu den Zentimeterangaben (von 60 bis 150 cm) wird das entsprechende Durchschnittsalter angegeben. Zu jeder Altersstufe informiert die Latte Eltern über Fördermöglichkeiten der Lesekompetenz ihrer Kinder.
Die Leselatte ist schon in vielen deutschen Städten und Bibliotheken im Einsatz (Infos unter www.leselatte.de). Die Leselatte (in Deutsch oder in Türkisch) gibt es in allen Einrichtungen der Stadtbibliothek zum Preis von 5 EUR zu kaufen.

Zusätzlich zur Leselatte bietet die Stadtbibliothek den Kindertagesstätten eine kostenlose Elternveranstaltung zum Thema „Kinder fördern durch Bücher und (Vor-)Lesen“ an. Eine Lese-Expertin kommt zu einem vereinbarten Termin in die Einrichtung und stellt altersgemäße Lektüre für Kinder vor. Je nach Bedarf werden auch Bücher in Einwanderersprachen vorgestellt, z.B. Bildwörterbücher oder die Geschichten von Findus und Petterson in Türkisch, Polnisch oder Russisch. Wer will, bekommt ein kleines Faltblatt mit Buchtipps oder eine Liste mit Adressen, wo man in Deutschland muttersprachliche Literatur kaufen kann.

Als dritten Baustein des Projektes erhalten die Eltern zum Abschluss der Veranstaltung eine Broschüre mit den bekannten „Vorlesetipps“ – in Deutsch und fünfzehn weiteren Sprachen – für mehr Spaß am Lesen zu Hause. Die Tipps animieren die Eltern, ihren Kindern regelmäßig vorzulesen. Einwanderer werden ermuntert, dies auch in der jeweiligen Muttersprache zu tun, gelten doch gute Muttersprachenkenntnisse als beste Basis für den Erwerb des Deutschen als Zweitsprache. Und: Integration fängt mit der Sprache an – wer gut Deutsch spricht, hat es leichter, sich zurechtzufinden. Kinder, die ihre Muttersprache gut sprechen, lernen das Deutsche schneller und besser.

Sie finden die Vorlesetipps zum Download unter www.stadtbibliothek.nuernberg.de/downloads/vorlesetipps_kl.pdf oder www.stadtbibliothek.nuernberg.de/downloads/Vorlesetipps.pdf.

Die Stadtbibliothek möchte mit dieser Aktion einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer engeren Zusammenarbeit mit Kindertageseinrichtungen und vor allem mit den Eltern zurücklegen. Die Erzieherinnen und Erzieher haben den Kontakt zu den Eltern, auch zu denjenigen, die vielleicht niemals von selbst auf die Idee kommen würden, eine öffentliche Bibliothek aufzusuchen. Die Förderung von Literalität (oder literacy) darf gerade in Familien, die als bildungs- oder buchfern gelten, nicht auf den Kindergarten begrenzt bleiben. Es gilt, Wege zu finden, Eltern auf die Bedeutung der Begegnung mit Wort und Schrift für ihre Kinder aufmerksam zu machen.

In den ersten sechs Wochen haben sich schon acht Einrichtungen gemeldet, die Interesse an der Elternveranstaltung haben, noch vor den Sommerferien fanden die ersten vier Termine statt.

Susanne Schneehorst

Weitere Informationen (Website der Stadtbibliothek)

Kontakt:
Stadtbibliothek Nürnberg
Tel.: 09 11 / 2 31 31 06
Fax: 09 11 / 2 31 54 76
susanne.schneehorst@stadt.nuernberg.de

Ansprechpartner/in:
Susanne Schneehorst
susanne.schneehorst@stadt.nuernberg.de

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